„Gut durch den Winter gekommen“ mit positiver Perspektive
Sport schont Vitamin-D Reserven
Während des Winters ist die Strahlungsenergie der Sonne so schwach, dass in der Haut kein Vitamin-D gebildet wird. Eine Ausnahme gilt für Hochlagen im Gebirge, hier ist die UV-Strahlung hinreichend intensiv. Doch auch hier animiert die vorherrschende Witterung nur sehr selten dazu, größere Hautflächen unbekleidet und damit vom Sonnenlicht bescheinen zu lassen. Daher ist bei vielen Menschen im Frühjahr der Vitamin-D-Spiegel im Blut besonders niedrig.
Womöglich ist es nicht nötig diese saisonale Vitamin-D-Lücke mit (derzeit intensiv beworbenen) Nahrungsergänzungsmitteln zu kompensieren, wenn man sich auch in der kalten Jahreszeit für ein wenig Sport begeistern kann. In einer kleinen Studie an mehr als 50 Probanden mit Übergewicht oder Adipositas sank der Vitamin-D-Spiegel in der Sportgruppe (12 Frauen, 8 Männer, Durchschnittsalter 49 Jahre, durchschnittlicher BMI 34,3; viermal wöchentlich Kardiotraining auf Laufband oder Fahrrad für zehn Wochen) fiel der Vitamin-D-Level im Winter nur um etwa 15%, in der Vergleichsgruppe (11 Frauen, 10 Männer, Durchschnittsalter 49 Jahre, durchschnittlicher BMI 33,6; ohne Training) jedoch um 25%. Damit profitierte die Sportgruppe nicht nur vom unmittelbaren Fitnesszuwachs durch das Training während der ansonsten bewegungsreduzierten Wintersaison, sondern auch durch einen langfristig höheren Vitamin-D-Spielgel im Blut mit den positiven Effekten für das Immunsystem und die Knochengesundheit. Dieses Ergebnis ist besonders bemerkenswert, da die Auswahl der Probanden sich auf Menschen konzentrierte, die sicherlich nicht als ungewöhnlich „sportlich“ gelten. Man konnte daher ausschließen, dass sie an Sport gewohnt waren und dies einen Einfluss auf den Vitamin-D-Haushalt haben könnte.
Darüber hinaus war das Gewicht aller Probanden über die Studie hinweg nahezu konstant geblieben. Es ist also nicht so, dass durch den Abbau von Speichergewebe das fettlösliche Vitamin-D freigesetzt wurde, wodurch die saisonale Absenkung abgemildert würde. Vielmehr ist offensichtlich, dass die Bewegung selbst den positiven Effekt auf die Vitamin-D-Level hatte, nicht ein potenzieller Gewichtsverlust. In ihrem Fazit betonen die Forscher: Dass „die körperliche Aktivität durch die positiver Effekte auf den Vitamin-D-Stoffwechsel wichtige Auswirkungen auf die (persönliche und) allgemeine Gesundheit haben könnte.“
Quellen: Perkin, O.J. et al. (2025): Exercise without Weight Loss Prevents Seasonal Decline in Vitamin D Metabolites: The VitaDEx Randomized Controlled Trial. Advanced Science 12 (22): 2416312. DOI 10.1002/advs.202416312
Erstellt am 19. März 2026
Zuletzt aktualisiert am 20. März 2026
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