Hohe Schwermetall-Belastung bei Seefisch birgt Gesundheitsgefahr
Traditionelles Sushi schädigt Herz und Hirn
Der Verzehr von rohem Fisch kann die geistige Leistungsfähigkeit sowie das Konzentrationsvermögen schwächen und Herz-Kreislauf-Krankheiten verursachen. Denn viele der typischen Sushi-Bestandteile sind mit Methylquecksilber kontaminiert. Wichtig ist die Wahl weniger belasteter Fischarten für die Sushi-Mahlzeit.
Fisch ist gesund, roher Fisch ist ganz besonders gesund. Inzwischen haben sich auch viele Mitteleuropäer daran gewöhnt, Meerestiere zu essen, die vom Koch zwar tranchiert und pariert wurden, aber weder gekocht noch gebraten. Nun gerät diese Ernährungsweise in Verdacht die Menschen langsam aber stetig zu vergiften.
Wissenschaftler der Rutgers University in Piscataway (New Jersey, USA) befragte 1.200 Menschen nach ihrem Fischkonsum. Der Fischverzehr war zumeist gering. Selbst unter den regelmäßigen Fischkonsumenten, stand bei der überwiegenden Mehrheit (92%) maximal fünf mal im Monat Fisch auf dem Speiseplan, gebraten/gegrillt, gekocht oder als Sushi. Die 10% Fischesser, die insgesamt am meisten Fisch konsumierten, wiesen durchweg einen erhöhtem Blutwert für Methylquecksilber auf, der von der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control und der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Grenzwerte überstieg.
Methylquecksilber ist ein starkes Gift und kann eine Vielzahl von Gesundheitsschäden hervorrufen. Am bekanntesten ist die Minamata-Krankheit. Symptome sind zunächst Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen im weiteren Verlauf können auch Konzentrationsprobleme, Störungen der Bewegungskoordination und Psychosen auftreten. Zumeist erreicht die Vergiftung durch Fischverzehr jedoch nicht dieses Eskalationsniveau.
Aber ein anderer Effekt könnte sich langfristig auswirken: Methylquecksilber stört den positiven Gesundheitseffekt der Omega-3-Fettsäuren. Menschen, die Fisch nicht nur wegen des Wohlgeschmacks essen, sondern auch als gesundheitsförderliche Diät, wird diese Nachricht enttäuschen. Zumindest Fische mit hohem Gehalt an Methylquecksilber sind ungeeignet das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Schlaganfall zu senken.
Besonders belastet sind Fischarten, die mit Vorliebe zu traditionellem Sushi verarbeitet werden, insbesondere der Thunfisch. Moderne Spielarten des Sushi aus Aal, Garnelen, Lachs und Seetang enthalten dagegen deutlich weniger Methylquecksilber.
Quellen: Burger, J. et al. (2013): Sushi consumption rates and mercury levels in sushi: ethnic and demographic differences in exposure. Journal of Risk Research, online veröffentlicht am 18.11.2013. doi: 10.1080/13669877.2013.822925
Erstellt am 26. November 2013
Zuletzt aktualisiert am 26. November 2013
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